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Auto- und Uhrenmuseum ErfinderZeiten in Schramberg

Hier veröffentlicht die Auto- und Uhrenwelt - die Museumslandschaft im Schwarzwald - Termine zu museumsbezogenen Veranstaltungen und Sonderausstellungen.

Neue Sonderausstellung ab 28. März 2026

Sonderausstellung:

Anlässlich des 101. Todestages von Friedrich Ernst Paul Ehrlich (1849–1925) zeigt das Auto- und Uhrenmuseum ErfinderZeiten eine Sonderausstellung. Im Mittelpunkt steht das ARISTON – das mechanische Musikinstrument mit kreisrunder Lochscheibe, das erstmals Musik für die Menschen einfach zugänglich machte.
Diese Lochscheibe war der erste digitale Datenträger in der Musik: der entscheidende Schritt auf dem Weg zu unserem heutigen Musikkonsum.
1882 stellte der Leipziger Instrumentenbauer, Erfinder und Unternehmer Paul Ehrlich seine Organette, das ARISTON, eine Art „Tisch-Drehorgel“ vor.
„Paul Ehrlich hatte eine Marktlücke entdeckt. Das Ariston war ein Welterfolg und traf einen Nerv“, beschreibt die Leipziger Musikwissenschaftlerin Dr. Birgit Heise die historische Bedeutung dieser Erfindung.
Paul Ehrlich war ein rastloser Entwickler: 1877 meldete er sein erstes Patent an – im Deutschen Reich das erste Patent überhaupt für mechanische Musikinstrumente. Es folgten über 100 weitere Patente. Neben genialen Ideen hatte Ehrlich auch ein Gespür für effiziente Produktion: Das Ariston wurde in der eigenen Fabrik nach Prinzipien der Arbeitsteilung in Serie
gefertigt. Dadurch wurde es erschwinglich und zum Massenprodukt; zeitgenössisch ist von fast 500.000 verkauften Instrumenten die Rede.
Für das Gerät gab es über 4.000 Lochscheiben mit den unterschiedlichsten Melodien, jeder konnte erstmals seinen eigenen Musikgeschmack zusammenstellen und durch den Kurbelantrieb in Gang setzen, jeder konnte fortan Musik genießen, ohne ein Instrument spielen können zu müssen.
Auch wenn der wirtschaftliche Erfolg der Fabrik Leipziger Musikwerke nicht von Dauer war, bleibt das Ariston ein Meilenstein. Musik wurde für alle gesellschaftlichen Schichten verfügbar.

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