Die Museumslandschaft im Schwarzwald

Kunst und Karossen unter einem Dach

Schwarzwälder-Bote, 21.11.2014 18:35 Uhr

Schramberg. Am Dienstagabend rief die Künstlergruppe "Palette" zur Vernissage ins Auto- und Uhrenmuseum Erfinderzeiten. Gemälde, Zeichnungen, Skulpturen und Designschmuck fanden, vereint unter dem Motto "Kunst und Technik", großen Anklang.

"Das 20-jährige Jubiläum wird heute das zweite Mal gefeiert", so die Vorsitzende Anneliese Bendigkeit. Mit einer gewaltigen Portion an Enthusiasmus managt Bendigkeit seit Jahren in der Schramberger Kunstszene die Plattform Palette.
 
Bürgermeister Thomas Herzog, Schirmherr der Palette, eröffnete die Vernissage und grüßte die anwesenden Künstler und Gäste, darunter viele Gemeinderäte. Herzogs Anerkennung galt auch Harald Burger für dessen Wagnis, erstmals Kunst und Technik in seinem Museum zu vereinen. "Wer weiß, ob es für die Zukunft nicht noch weitere Kooperationsmöglichkeiten gibt?", bemerkte Herzog hoffnungsvoll. Das Museum biete sich als Plattform auf jeden Fall an, um die Kulturlandschaft in Schramberg zu bereichern.

Mit großem Erfolg wurde im Juli die 20-Jährige Bestehen in den Stammräumen der vielseitigen Gruppe gefeiert. "Im Nachbargebäude ist viel Technik im mechanischen Sinn zu sehen. Jetzt darf man auch künstlerische Technik bestaunen. Das Gebäude wird durch die Kunstwerke bereichert", lobte Herzog – der einmal mehr gestand, dass seine eigene Kunsterziehung auf der Schulbank nicht von sonderlich von Erfolg gesegnet gewesen sei.

Schließlich gab Bendigkeit eine Einführung in die Galerie. "Viele Gesichter gibt es, die sind immer wieder in der Palette zu sehen. Es sind aber auch neue Gesichter dabei", leitete die Kunstfreundin ein. Rund vier Wochen lang wird man die Werke von 15 Künstlern bewundern können. Viele der Exponate können erworben werden.

Die Idee Kunst im Automobilmuseum zu präsentieren, habe lange Zeit in Bendigkeit geschlummert. Goldschmiedin Andrea Faßbinder gab letztlich den Anstoß, die Arbeiten in der Nachbarschaft zu zeigen. Bendigkeit lobte Museumsleiter Harald Burger für seine Kooperationsbereitschaft. Er hatte die Idee sofort aufgenommen. Und etwas Gutes sei entstanden", versicherte Bendigkeit.

Viele der Künstler schufen eigens für die Ausstellung neue Werke. Angeregt durch die Räumlichkeiten sah man deshalb einige Gemälde mit Kraftfahrzeugen. Zwischen den altehrwürdigen Karossen mit liebenswertem Charme, findet man jetzt Aquarelle und Ölgemälde, Acryltechniken, Zeichnungen, Skulpturen und Schmuck. Teils fügen sich die Ausstellungsstücke in das Gesamtarrangement des Hauses ein, in machen Winkeln entwickelt sich gar das Gefühl, die Werke würden schon immer an den Wänden hängen, so selbstverständlich integrieren sie sich.

Bendigkeit gestand schmunzelnd: "Unsere Gruppe hatte Auflagen, wie und wo die Bilder gestellt oder aufgehängt wurden. Herr Burger ist immer hinter mir hergelaufen und hat geguckt, ob alles richtig ist. Aber er ist zufrieden".

Beratend stand Harald Burger der Gruppe von Anfang an zur Seite, so dass die Pläne realisiert werden konnten.

Bendigkeit äußerte die Hoffnung, dass die Palette im Museum noch öfter ausstellen dürfe. "Es soll ein Miteinander sein in der Kunstszene. Kunst ist so verschieden, dass niemand dem anderen im Weg steht", merkte sie an. "Wir haben mit der Palette im Museum den Anfang gemacht. Und ich glaube zu wissen, dass einige Nachahmer kommen werden", prophezeite Bendigkeit. Zum Dank für ihre Unterstützung erhielten Bürgermeister Herzog und Harald Burger je ein Präsent zur Anerkennung.

Ausgiebig wurden die Exponate betrachtet und viele intensiven Gespräche entstanden. Die Künstler vor Ort beantworteten gerne die bei den Besuchern aufkommenden Fragen.

Quellenangabe: Schwarzwälder-Bote, 21.11.2014 18:35 Uhr

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