Die Museumslandschaft im Schwarzwald

„Ein Plus für Schramberg“

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Helmut Banholzer erstattet den Bericht zum Auto- und Uhrenmuseum

14. Oktober 2019

SCHRAMBERG –  „Wenn das Wetter schlecht ist, geht es den Museen gut.“ Diese Regel gilt auch für das Schramberger Auto- und Uhrenmuseum, wie der Vorsitzende des Fördervereins Helmut Banholzer im Verwaltungsausschuss des Gemeinderates berichtete. Im Jahr 2018 mit den vielen schönen Sommertagen seien deshalb die Zahlen weniger erfreulich gewesen.

In diesem Jahr dagegen habe man bereits im September 22.000 Besucher gezählt. „Ich gehe davon aus, dass wir dieses Jahr die besten Zahlen überhaupt erreichen werden.“ Gut angenommen werde die neue Schramberg-Card. Etwa 430 Gutscheine für das Auto- und Uhrenmuseum und weitere gut 260 für das Eisenbahnmuseum hätten die Besucher schon eingereicht.

Banholzer berichtete von einigen Verbesserungen im Museum: Über Bluetooth können die Besucher an einzelnen Ausstellungsstücken zusätzliche Informationen und filme abrufen. Die Informationsinseln sind mit „Hörknubbeln“ statt der störenden Lautsprecher ausgestattet worden. Auch die Teeküche habe der Verein vergrößert. Demnächst werde das Museum auch eine Audiotexttour für Kinder anbieten, kündigte er an.

Auch das Eisenbahnmuseum hat in diesem Jahr bis Ende September schon fast so viele Besucher gezählt wie im Jahr zuvor: Knapp 10.000.  Dort sind inzwischen zwei große Anlagen im Betrieb.

Umfangreiches Marketing ist nötig

Am Beispiel der Sonderausstellung „Magical Black Forest“ mit Fotografien von Sebastian Wehrle schilderte Banholzer die umfangreichen Marketingmaßnahmen. Das reiche vom Verfassen einer ansprechenden Pressemittteilung und Kontaktaufnahme mit zahlreichen Zeitungs- und Zeitschriften-Redaktionen Radio und Fernsehsendern, über das Verteilen von tausenden von Flyern, der Organisation  der Eröffnung, Facebook-Einträgen bis zur Pflege der eigenen Museums-Website.

Zahlreiche Sonderveranstaltungen habe das Museum auch im Jahr 2018 organisiert: Von Konzerten über Sonderschauen bis hin zu den Echt-Dampftreffen und der Wirtschaftswunder-Klassik. Auch neue Angebote wie die Gesprächsreihe Talk im Museum und der Erzählsalon mit Sebastian Wehrle, aber auch die beiden Sinfonie-Orchesterkonzerte sollten dafür sorgen, dass ein anderes, jüngeres Publikum den Weg ins Museum findet.

Museum ein Tourismusfaktor

Banholzers Fazit: „Museumsleiter Harald Burger und sein Team haben wieder ein großes Programm absolviert.“ Das Museum sei inzwischen „ein wichtiger Faktor für den Tourismus“.  Nach wie vor sieht er aber Verbesserungsbedarf beim gastronomischen Angebot in Museumsnähe und bei der Wegweisung. Besonders für ausländische Besucher sei das Museum schwer zu finden. Dabei verwies er auf einen am selben Tag erschienenen Bericht in der Onlineausgabe der NRWZ. In dem Beitrag waren  Gäste aus den Vereinigten Arabischen Emiraten vom Museum zwar begeistert, die schlechte Beschilderung aber hatten sie bemängelt.

Lob vom Rat

Thomas Brantner (CDU) freute sich darüber dass das Museum so gut angenommen werde und erinnerte an das Oktoberfest der Stadtmusik vor wenigen Tagen.  Gleichzeitig endete an diesem Tag die Wehrle-Ausstellung und trafen sich die Dampfmaschinenbastler im Dieselbau. „Ein Plus für Schramberg“, sei das Museum, so Brantner.

Tanja Witkowski (SPD/Buntspecht lobte ebenfalls „die Vielfalt der kulturellen Angebote“ im Museum. Die Wehrleschau sei „ein echter Knaller“ gewesen. Gefragt, was in nächster Zeit geplant sei, berichtete Banholzer von einer Fiat 500ausstellung ab  dem 8. November. Im Frühjahr werde es um den Wankelmotor gehen.  Und dann stehe das erste Jubiläum an 2020 werde das Museum bereits zehn Jahre alt.

Udo Neudeck, Freie Liste, sprach von einer Erfolgsgeschichte. „Und ganz vorne dabei Helmut Banholzer und seine Frau Anita.“ Die beiden seien fast immer im Einsatz. Banholzer motiviere so das Team und die Ehrenamtlichen mit seinem Vorbild.

Quelle: https://www.nrwz.de/schramberg/ein-plus-fuer-schramberg/242655

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