Die Museumslandschaft im Schwarzwald
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SCHWABO

Fabian Riesterer 04.04.2022 - 18:00 Uhr

Technikmuseum in Schramberg

Der Fördervereins-Vorsitzende Helmut Banholzer hat jüngst im Verwaltungsausschuss über das Jahr 2021 bei den Schramberger Technikmuseen um Erfinderzeiten- und Eisenbahnmuseum berichtet. Ein Jahr, das erneut von Corona beherrscht war.

Schramberg - Im Vergleich zu 2019 seien die Zahlen enttäuschend, so Banholzer, "was aber nicht wundert, wenn die eine Jahreshälfte geschlossen und die andere unter Hygienemaßnahmen geöffnet ist". Knapp 9000 Besucher waren ins Erfinderzeiten, 4500 ins Eisenbahnmuseum gekommen. Vor der Pandemie war allein im Erfinderzeiten die 30 000er-Marke beinahe erreicht worden. Auf das Museum aufmerksam würden Besucher nach wie vor primär über Flyer und Mund-zu-Mund-Propaganda.

Sonderausstellungen und Kooperationen

Banholzer erinnerte an die Sonderausstellungen zum Opel Kadett oder dem Wankelmotor – letztere wurde um zwei Extraveranstaltungen ergänzt, weil sie durch Corona "am härtesten getroffen wurde". Keine Eröffnung oder Finissage hatte es zur Sonderausstellung mit dem Stadtmuseum über die Entwicklung der Armbanduhren im Hause Junghans gegeben, die jüngst abgebaut wurde; seit November 2021 läuft "Peace Maker" von Eva Bur am Orde – ebenfalls eine Zusammenarbeit mit dem Stadtmuseum und dem Verein Podium Kunst. "Es freut mich, dass Sie so viel von Kooperationen gesprochen haben", sagte später Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr. So gehe es mit der "größten Indoor-Museumslandschaft im mittleren Schwarzwald" in die richtige Richtung.

Veränderungen: Frauenrolle würdigen

Weil es lockdown-bedingt weniger oder keine Besucher gegeben hatte, habe das Museums-Team um Harald Burger die Zeit für einige Veränderungen genutzt, fuhr Banholzer fort. So seien die Kuckucksuhren um ein Modell ergänzt worden, bei dem das Technische hinter dem Kuckucksruf erläutert wird. Um eine gespendete Seifenkiste herum sei eine Rennbahn entstanden, in Erinnerung an Paul Landenberger, Gründer der H.A.U., gibt es nun das Landenberger-Zimmer.

Auch auf regelmäßige Nachfrage der Besucher hin stehen seit 2021 an mehreren Stellen Infos zu Einkünften und Lebenserhaltungskosten, um die Preise der Fahrzeuge besser in Relation zu heute einschätzen zu können. "Um die Bedeutung der Frauen in der Uhrenindustrie zu würdigen, haben wir auf zehn Bannern verschiedene Bereiche dargestellt – denn nicht nur als das bekannteste Beispiel, das Weckermädchen, spielten die Frauen eine besondere Rolle", betonte der Fördervereinsvorsitzende. Im Eisenbahnmuseum sei viel an einer Miniatur-Häuserfront gearbeitet worden, derzeit entstehe eine neue Bahnhofshalle.

Abschied von Harald Burger steht bevor

2022, so Banholzer in einem Ausblick, sollen das Oldtimertreffen sowie das Dampfmaschinen- und Dampfloktreffen auf jeden Fall wieder stattfinden. Als Sonderveranstaltung plane Harald Burger "Soldat Elvis Presley. Café Europa – Als der King nach Deutschland kam": Dadurch "erhoffen wir uns unter den Elvis-Fans viele Gäste, die nicht unbedingt Oldtimer-affin sind", so Banholzer. Als größte Veränderung stehe im Herbst der Abschied Harald Burgers als Museumsleiter an – dem "Garanten, dass unser Museum dank seiner vielfältigen Ideen und gestalterischen Fähigkeiten zu einem Leuchtturm in der Region geworden ist".

Lob von den Räten

Dass die Besucherzahlen gesunken sind, sei logisch, sagte Thomas Brantner (CDU). Da gelte es, an 2019 anzuknüpfen, wenn die Rahmenbedingungen es wieder zuließen. Bis dahin müsse ein Nachfolger für Burger gefunden werden, jemand, "mit dem gleichen Spirit". Wie zuvor Eisenlohr ("An Dingen wie jüngst dem ›Equal Pay Day‹ sehen wir, dass da noch lange nicht alles erreicht ist") hob Brantner die Plakate zu den Frauen unter den "tollen Aktualisierungen" des Museums hervor.

Udo Neudeck (Freie Liste) nahm dieses Thema zum Anlass, den Dank an Banholzer auch dessen Frau Anita auszusprechen. Mit der neubewerteten und weiterhin gesicherten Stelle des Museumsleiters sei das Wichtigste getan, die Weichen gestellt. "Ich mache dort auch schon lange Führungen", sagte Neudeck. Was ihm dabei so gefalle sei, dass "das Museum lebt", es immer wieder etwas Neues gebe. Nun müsse man Burger gut ersetzen und "dann genau so weitermachen".

Quelle: https://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.wie-3255-autos-praesentieren-auto-und-uhrenmuseum-schramberg-sucht-ausstellungskonzept.a67a0f4a-a9e5-4cfb-a343-62b7c5faf2a5.htmlo

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