Die Museumslandschaft im Schwarzwald

Günstige Werbeplattform


NRWZ-Redaktion Schramberg - 23. September 2015

SCHRAMBERG (him) – Nur einen Teilerfolg hatte die CDU-Fraktion mit ihrem Antrag zur Tourismusförderung. Zwar wird das Auto- und Uhrenmuseum Erfinderzeiten dem „Verein Museum Pass Musée” beitreten. Abgelehnt hat der Verwaltungsausschuss aber den Vorschlag, sich am „Infobaum” einer privaten Werbeagentur zu beteiligen.


Der Museumspass gilt im Dreiländereck Deutschland, Schweiz und Frankreich in mehr als 300 Museen Wer den museumspass für knapp hundert Euro kauft, hat in all diesen Museen, aber auch einigen Schlössern und Parks ein Jahr freien Eintritt. Weil nur gemeinnützige Einrichtungen dabei sein können, könnte die Autosammlung Steim nicht Mitglied werden, so die Leiterin der Abteilung Kultur, Tourismus und Stadtmarketing Ingrid Rebmann. Sie schlage vor, dass sich das Auto- und Uhrenmuseum ab 2016 beteilige. Die Kosten betragen einmalig 500 Euro, danach jährlich 200 Euro als Marketingbeitrag. Umgekehrt fließen dem Museum je Besucher mit Museumspass etwa 50 Prozent des regulären Eintrittspreises aus dem Museumspasstopf zurück. Mindestens 80 zusätzliche Gäste müssten gewonnen werden, damit sich die Mitgliedschaft lohnt. Man sollte nach ein paar Jahren schauen, ob es sich für das Museum gerechnet hat, schlug Rebmann vor.

Der Vorsitzende des Fördervereins Technikmuseen, Helmut Banholzer freute sich einerseits, dass sich der Rat mit den Museen beschäftige, seine Begeisterung für die beiden Vorschläge sei allerdings „begrenzt.“ Der langjährige CDU-Stadtrat wies seine ehemaligen Kollegen drauf hin, dass Schramberg im Museumspassbereich sich eher „in einer Randlage“ befinde: „Der Pass wird nicht den großen Run bringen.“ Das Museum unternehme schon bisher enorme Anstrengungen, um seinen Bekanntheitsgrad zu steigern: Das Museum habe mehr als 2500 Adressen von Hotels, Gasthöfen und Museen gesammelt, die anfangs des Jahres mit Prospekten versorgt würden.

Ein Newsletter werde an alle Oldtimerclubs in Deutschland geschickt, und schließlich sei das Museum regelmäßig auf Messen in Villingen-Schwenningen, Offenburg Tübingen und Freiburg mit einem eigenen Stand vertreten. Wie zuvor schon Rebmann riet auch Banholzer davon ab, das Infobaum-Angebot anzunehmen, dafür fehle dem Museum das Geld.

Rebmann hatte berichtet, dass die Agentur für Prospektständer, eine Panoramakarte und den Eintrag in einem Internetportal pro Jahr 2200 Euro verlange. Auch müsse man die Karten für die Infoständer selbst drucken. Gegen den Infobaum spreche auch, dass sich „einige bedeutende Sehenswürdigkeiten im Kinzigtal nicht mehr beteiligen“, so Rebmann.

Für Banholzer wäre wichtiger, dass Schramberg sich an der Gutachtal-Card beteiligt, die Touristen den kostenlosen oder stark ermäßigten Eintritt in einem guten Dutzend Freizeiteinrichtungen ermöglicht. Um das zu bezahlen, hätten die Gutachtalgemeinden Hornberg, Gutach und Lauterbach allerdings ihre Kurtaxen erhöht, wandte Rebmann ein. Sprecher von SPD-Buntspecht und freier Liste sprachen sich dafür aus, angesichts der „überschaubaren Kosten“ den Museumspass auszuprobieren, der auch „eine relativ günstige Werbeplattform“ darstelle. Das sah der Ausschuss insgesamt so und stimmte dem Beitritt einstimmig zu.

Quellenangabe: hhttp://www.nrwz.de/aktuelles/guenstige-werbeplattform/20150923-0922-98744

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